Ich gehe aus der unpräzisen Problembeschreibung davon aus, dass der Fragesteller in einem sehr abgelegenen Privathaushalt lebt, wo nur ein Internetanschluss über das Telefonkabel (DSL/G.Fast) erhältlich ist.
Ab dem Wechsel zu Sunrise, erfolgt in diesem Privathaushalt das Fernsehen über das Internet (IPTV).
Für Fernsehen über Internet (IPTV) ist ein relativ schneller Internetzugang erforderlich (> rund 8 MBit/s). Der Internetanschluss über das Telefonkabel (DSL/G.Fast) wurde vorgängig vom Fragesteller ausgemessen und liefert konstant 10 MBit/s oder mehr.
Der Internetanschluss über das Telefonkabel (DSL/G.Fast) genügt aber den hohen Ansprüchen des Fragestellers nicht. Ein Internetanschluss über:
1.) Glasfaser (FTTH)
2.) Fernsehkabelnetzwerk (EuroDOCSIS)
3.) Mobilfunk (5G, 4G/LTE)
4.) WLAN-Richtfunk
ist an diesem Standort nicht realisierbar. Deshalb wurde ein Internetanschluss über LEO-Satelliten (Starlink) realisiert.
Damit hat dieser Privathaushalt aktuell zwei verschiedene Internetanschlüsse gleichzeitig. Bei mehreren verschiedenen Internetanschlüssen gleichzeitig in einem Privathaushalt gibt es eine klare Empfehlung:
- Kauf einer eigenen Hardware-Firewall/Router
- Diese Hardware-Firewall/Router muss Dual-WAN-tauglich sein. Also mindestens 2 WAN-Ports aufweisen.
- Am WAN-Port 1 wird der Internetanschluss über das Telefonkabel (DSL/G.Fast) angeschlossen.
- Am WAN-Port 2 wird der Internetanschluss über die LEO-Satelliten (Starlink) angeschlossen.
- Alle Netzwerkteilnehmern im Heimnetzwerk werden über die LAN-Ports der Hardware-Firewall/Router angeschlossen.
- Für WLAN in den heimischen 4 Wänden sorgt entweder die eigene Hardware-Firewall/Router oder es wird ein eigener Wireless Access Point an einem LAN-Port der Hardware-Firewall/Router angeschlossen.

- Das Kabelmodem für den Internetanschluss über das Telefonkabel (DSL/G.Fast) wird nach Möglichkeit im Bridge-Modus betrieben und ist mit dem WAN-Port 1 der eigenen Hardware-Firewall/Router verbunden.
- Der Internetanschluss über die LEO-Satelliten (Starlink) wird entweder per Netzwerkkabel (Ethernet) oder mit einer WLAN-Brücke mit dem WAN-Port 2 der eigenen Hardware-Firewall/Router verbunden. In allen Varianten muss der Blitzschutz der Starlink-Installation durch einen Fachexperten realisiert und abgenommen werden.
- Mit entsprechender Firewallkonfiguration werden die einzelnen Dienste auf die entsprechenden LAN- und WAN-Ports verteilt. Zum Beispiel: IPTV -> WAN-Port 1; Festnetztelefon -> WAN-Port 1; Internet surfen auf Laptop -> WAN-Port 2 und so weiter. Oder alle Internetanschlüsse (WAN-Port 1 + WAN-Port 2) werden zu einem superschnellen Internetanschluss “gebündelt”.
Für solche komplexe Netzwerkkonfigurationen müssen profunde Netzwerkkenntnisse vorhanden sein. Oder man holt sich im Freundes- oder Bekanntenkreis Hilfe von einer Netzwerktechniker:in.
Aus Sicherheitsgründen ist in einem Netzwerk mit zahlreichen Netzwerkteilnehmern VLAN einzusetzen. Siehe dazu:
https://community.sunrise.ch/d/32456-korrekte-ethernet-stern-konfiguration/4
Grundsätzlich sollten heute und in Zukunft alle TV- und Festnetzangebote von einem Anbieter bezogen werden, welcher unabhängig vom Internetanschlussanbieter ist (ISP). Siehe dazu:
https://community.sunrise.ch/d/40629-glasfaser-mit-bridge/3